Verleihung des Kyoto-Preises 2010
Am 10. November 2010 hat die von KYOCERA Gründer Dr. Kazuo Inamori ins Leben gerufene Inamori-Stiftung den Kyoto-Preis vergeben http://www.kyocera.de.
Ich reise bereits seit vielen Jahren immer im November zur Preisverleihung nach Kyoto und begleite deutsche Journalisten beim Interview mit Dr. Kazuo Inamori. Die alte Kaiserstadt Kyoto – ganz anders als Tokyo – hat es mir durch ihre reiche Architektur angetan. Ein harmonisches Miteinander von alten Tempeln mit modernen Hochhäusern ist in dieser Form nur noch selten irgendwo auf der Welt zu sehen. Die Preisverleihung ist immer wieder eine ganz besondere Veranstaltung für mich. Die Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie, die schönen Geishas und über tausend Gäste aus aller Welt machen diese Preisverleihung so speziell und glamourös.
Den drei Laureaten wurde in einer feierlichen Zeremonie im Kyoto Conference Center ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld in Höhe von 435.000 Euro überreicht. Den Kinderchor am Ende der Veranstaltung empfand ich als besonderes Highlight. Alle Mädchen waren in wunderschöne Kimonos gehüllt und haben für mich beeindruckend ein Lied über die Erde gesungen, die uns allen gehört und die es zu behüten gilt.
Der südafrikanische Künstler William Kentridge erhielt den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für die Erschaffung einer eigenen ursprünglichen Kunst, die traditionelle Zeichentechniken in Animation, Videoprojektion und andere Medien einbringt. In der Kategorie Grundlagenforschung wurde der ungarische Mathematiker Dr. László Lovász für seine Erfolge auf dem Gebiet des diskreten Optimierungsalgorithmus ausgezeichnet. Der japanische Arzt Dr. Shinya Yamanka erhielt den Kyoto-Preis für seine Stammzellenforschung. Zusammen mit seinem Team programmierte er Zellen so um, dass sie in Ihrer Art und Weise embryonalen Stammzellen glichen.
Auf den Gründer von KYOCERA zu treffen ist für mich jedes Mal faszinierend. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Dr. Inamori hochkonzentriert zum Beispiel Interviews mit westlichen Journalisten gibt. Die Antworten sind motiviert durch seine Philosophie sehr spannend und ich habe noch keinen Journalisten erlebt, der nicht begeistert war, von seiner persönlichen Ausstrahlung und für japanische Verhältnisse sehr klaren Aussagen.

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