Preisverleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises
Am vergangenen Freitag wurde vor rund 1.000 Gästen aus Wirtschaft, Politik, und Gesellschaft der Deutsche Nachhaltigkeitspreis vergeben. Besonders gefreut hat uns, dass einer der Preisträger des KYOCERA-Umweltpreises „LichtBlick“ auch den Preis für die nachhaltigste Marke erhalten hat. Außerdem konnte unser Catering-Anbieter „apetito“ mit seiner nachhaltigen Zukunftsstrategie überzeugen und erreichte eine TOP-3-Nominierung.
Bei vielen interessanten und parallelen Diskussionsrunden fiel die Auswahl, an welcher von diesen wir uns beteiligen wollten, nicht leich. Themen waren zum Beispiel neue Recycling-Konzepte für die IT-Industrie, mobile Dienstleistungen in der Automobilindustrie oder eine ökologische Steuerreform. Das fanden wir besonders interessant, denn warum muss der Kunde für nachhaltigere Varianten meist tiefer ins Portemonnaie greifen als für klassische? Kontrovers diskutiert wurde hier eine mögliche Steuerbegünstigung, die nachhaltigere Produkte erschwinglicher und so attraktiver machen könnte. Umgekehrt würden sich so negative Umweltauswirkungen in einem höheren Preis widerspiegeln.
In einem Diskussionsforum wurde auch folgendes, wie wir finden treffendes, gefordert: Neben dem Anbieten von innovativen Produkten und Dienstleistungen sollen Unternehmen auch durch das Bereitstellen von Informationsmaterial und kommunikativen Aktionen den Kunden stärker auf den Geschmack bringen, sein Verhalten zu ändern und nachhaltig zu sein. Ein Beispiel: Für jeden Kaffee ein Alu-Pads wegzuwerfen ist derzeit schick, und Stofftaschen zum Einkaufen sind immer noch unsexy. Vielleicht läge hier aber Potenzial für eine neue Marketingidee!
Unterhaltsam aber auch zugleich beeindruckend haben wir Jamie Oliver empfunden, der sich für eine bessere Ernährung einsetzt. Wer mal einen Eindruck bekommen möchte, wie schwer es manchen Kindern fällt, Gemüsesorten zu erkennen, kann sich diesen Clip mal anschauen. (englisch)
Fazit des Tages insgesamt: Es wird viel geredet, aber noch zu wenig gehandelt. Ansonsten war die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises eine erfrischende Veranstaltung – kontroverse Diskussionsrunden, interessante Gespräche und viel Prominenz. Für uns war es ein bisschen zu viel Prunk – hier könnte man ruhig ein wenig zurückhaltender auftreten.

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