Respect the devine and love the people - Bereits bei der Gründung von KYOCERA im Jahre 1959
vertrat Herr Kazuo Inamori die Philosophie, dass die harmonische Koexistenz mit Natur und
Gesellschaft die Grundlage aller Geschäftsaktivitäten zu sein hat. Das Thema Nachhaltigkeit
ist daher tief in der Unternehmensphilosophie verankert. Wir möchten dieses Blog daher nutzen,
um über unser Engagement zu informieren und natürlich auch zu diskutieren. Umweltschutzprojekte,
wirtschaftliche und ressourcenschonende Technologien in unseren Produkten spielen hier ebenso
eine Rolle wie nachhaltige Managementkonzepte, Umweltkonzepte am Arbeitsplatz sowie informative
Beiträge der Juroren des KYOCERA-Umweltpreises.
Letzten Samstag fand in Frankfurt die Aktion HELP Portrait statt, ein kostenloses professionelles Fotoshooting für krebskranke Kinder und sozial schwache Menschen. 20 Fotografen 11 Friseure und Visagisten kümmerten sich um die über 100 „Fotomodelle“, die professionell geschminkt und mit ihrem schönsten Lächeln in Szene gesetzt wurden. Anschließend konnten die Bilder ausgedruckt und mit nach Hause genommen werden. Hierfür stand auch ein Kyocera Farbdrucker zur Verfügung. „Es geht hier nicht um Geld, sondern darum, dass jeder der kommt, ein schönes Foto erhält“, erklärt Mit-Organisator Zdenko Striga. Ursprünglich stammt die humanitäre Aktion aus den USA, und wird inzwischen weltweit an 550 Standorten in 42 Ländern am selben Tag durchgeführt. Wir haben uns gefreut, mit unserem Farbdrucker diese tolle Aktion zu unterstützten und den kranken und benachteiligten Kindern ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.
Autor und Regisseur Werner Boote erhielt am 30.11.2010 für seinen Kinofilm „Plastic Planet“ http://www.plastic-planet.at) den Umweltmedienpreis. Ausgezeichnet im Printbereich wurden die Tagesspiegel Redakteurin Dagmar Dehmer, in der Kategorie Hörfunk, die Redaktion der BR2-Sendereihe Zündfunk Generator. Den Preis für neue Medien erhält diesmal das Aktionsportal www.campact.de. Die Deutsche Umwelthilfe e.V.(DUH) verleiht jährlich in einem Festakt den Umweltmedienpreis und würdigt herausragende Leistungen in den Medien, die sich mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen auseinandersetzen. Der Festakt fand diesmal im historischen Kassensaal der KfW Bankengruppe am Gendarmenmarkt in Berlin statt. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Umwelthilfe Prof. Dr. Harald Kächele begrüsste die Gäste und Preisträger mit einer sehr persönlichen Ansprache und rief dazu auf, ökologische Fort-und Rückschritte fein säuberlich auseinanderzuhalten und die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Preisträger verdienen unseren großen Respekt. Mit großem Engagement und größtenteils kleinen Budgets hinterfragen sie Themen kritisch und klären auf. Beeindruckt und gleichzeitig schockiert hat mich der Film Plastic Planet von Werner Boote. Der Film wirft vor allem eine Menge Fragen nach einem anderen Konsumverhalten auf. Die Bereitschaft, anders zu konsumieren ist bei vielen Menschen bestimmt vorhanden. Doch welche Alternativen haben wir wirklich?
Am vergangenen Freitag wurde vor rund 1.000 Gästen aus Wirtschaft, Politik, und Gesellschaft der Deutsche Nachhaltigkeitspreis vergeben. Besonders gefreut hat uns, dass einer der Preisträger des KYOCERA-Umweltpreises „LichtBlick“ auch den Preis für die nachhaltigste Marke erhalten hat. Außerdem konnte unser Catering-Anbieter „apetito“ mit seiner nachhaltigen Zukunftsstrategie überzeugen und erreichte eine TOP-3-Nominierung.
Bei vielen interessanten und parallelen Diskussionsrunden fiel die Auswahl, an welcher von diesen wir uns beteiligen wollten, nicht leich. Themen waren zum Beispiel neue Recycling-Konzepte für die IT-Industrie, mobile Dienstleistungen in der Automobilindustrie oder eine ökologische Steuerreform. Das fanden wir besonders interessant, denn warum muss der Kunde für nachhaltigere Varianten meist tiefer ins Portemonnaie greifen als für klassische? Kontrovers diskutiert wurde hier eine mögliche Steuerbegünstigung, die nachhaltigere Produkte erschwinglicher und so attraktiver machen könnte. Umgekehrt würden sich so negative Umweltauswirkungen in einem höheren Preis widerspiegeln.
In einem Diskussionsforum wurde auch folgendes, wie wir finden treffendes, gefordert: Neben dem Anbieten von innovativen Produkten und Dienstleistungen sollen Unternehmen auch durch das Bereitstellen von Informationsmaterial und kommunikativen Aktionen den Kunden stärker auf den Geschmack bringen, sein Verhalten zu ändern und nachhaltig zu sein. Ein Beispiel: Für jeden Kaffee ein Alu-Pads wegzuwerfen ist derzeit schick, und Stofftaschen zum Einkaufen sind immer noch unsexy. Vielleicht läge hier aber Potenzial für eine neue Marketingidee!
Unterhaltsam aber auch zugleich beeindruckend haben wir Jamie Oliver empfunden, der sich für eine bessere Ernährung einsetzt. Wer mal einen Eindruck bekommen möchte, wie schwer es manchen Kindern fällt, Gemüsesorten zu erkennen, kann sich diesen Clip mal anschauen. (englisch)
Fazit des Tages insgesamt: Es wird viel geredet, aber noch zu wenig gehandelt. Ansonsten war die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises eine erfrischende Veranstaltung – kontroverse Diskussionsrunden, interessante Gespräche und viel Prominenz. Für uns war es ein bisschen zu viel Prunk – hier könnte man ruhig ein wenig zurückhaltender auftreten.
Am 10. November 2010 hat die von KYOCERA Gründer Dr. Kazuo Inamori ins Leben gerufene Inamori-Stiftung den Kyoto-Preis vergeben http://www.kyocera.de.
Ich reise bereits seit vielen Jahren immer im November zur Preisverleihung nach Kyoto und begleite deutsche Journalisten beim Interview mit Dr. Kazuo Inamori. Die alte Kaiserstadt Kyoto – ganz anders als Tokyo – hat es mir durch ihre reiche Architektur angetan. Ein harmonisches Miteinander von alten Tempeln mit modernen Hochhäusern ist in dieser Form nur noch selten irgendwo auf der Welt zu sehen. Die Preisverleihung ist immer wieder eine ganz besondere Veranstaltung für mich. Die Mitglieder der japanischen Kaiserfamilie, die schönen Geishas und über tausend Gäste aus aller Welt machen diese Preisverleihung so speziell und glamourös.
Den drei Laureaten wurde in einer feierlichen Zeremonie im Kyoto Conference Center ein Diplom, die Kyoto-Preis Medaille und das Preisgeld in Höhe von 435.000 Euro überreicht. Den Kinderchor am Ende der Veranstaltung empfand ich als besonderes Highlight. Alle Mädchen waren in wunderschöne Kimonos gehüllt und haben für mich beeindruckend ein Lied über die Erde gesungen, die uns allen gehört und die es zu behüten gilt.
Der südafrikanische Künstler William Kentridge erhielt den Preis in der Kategorie Kunst und Philosophie für die Erschaffung einer eigenen ursprünglichen Kunst, die traditionelle Zeichentechniken in Animation, Videoprojektion und andere Medien einbringt. In der Kategorie Grundlagenforschung wurde der ungarische Mathematiker Dr. László Lovász für seine Erfolge auf dem Gebiet des diskreten Optimierungsalgorithmus ausgezeichnet. Der japanische Arzt Dr. Shinya Yamanka erhielt den Kyoto-Preis für seine Stammzellenforschung. Zusammen mit seinem Team programmierte er Zellen so um, dass sie in Ihrer Art und Weise embryonalen Stammzellen glichen.
Auf den Gründer von KYOCERA zu treffen ist für mich jedes Mal faszinierend. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Dr. Inamori hochkonzentriert zum Beispiel Interviews mit westlichen Journalisten gibt. Die Antworten sind motiviert durch seine Philosophie sehr spannend und ich habe noch keinen Journalisten erlebt, der nicht begeistert war, von seiner persönlichen Ausstrahlung und für japanische Verhältnisse sehr klaren Aussagen.
Im Handelsblattartikel vom 24.11.2010 erläutert KYOCERA Chef Makoto Kawamura die Strategien des Konzern im weltweit boomenden Solarmarkt (http://bit.ly/fbcsXc). Laut Kawamura steigen die Anforderungen an den Umwelschutz, denn die Weltbevölkerung wächst und die fossilen Brennstoffe sind irgendwann erschöpft. Die Konkurrenz im Solarmarkt ist groß, KYOCERA setzt jedoch auf Qualität und die 35 jährige Erfahrung mit Solarmodulen.
Der Bedarf nach regenerativen Energien und ressourcenschonenden Produkten wird in den nächsten Jahren zunehmen. KYOCERA entwickelt seit über 50 Jahren ressourcenschonende Produkte wie langlebige ECOSYS Drucker, Solarmodule und Feinkeramikbauteile. Die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, ist die Philosophie des Konzerns. Als Unternehmen mit einer solch philantropischen Strategie engagiert sich der Konzern aber auch in vielen nachhaltigen Projekten weltweit. Seit vielen Jahren verbessert KYOCERA die Bildungs-und Energieinfrastruktur in ländlichen Gebieten von Entwicklungsländer und unterstützt Aktivisten in sozialen Projekten. Auch Unternehmen sollen motiviert werden, in Umwelttechnologien zu investieren. Gemeinsam mit der DUH, und dem BVMW fördert KYOCERA MITA Deutschland GmbH mit dem KYOCERA UMWELTPREIS http://www.kyocera-umweltpreis.de mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung CO2-reduzierender Projekte.
Ein wirklich ehrwürdiger Rahmen für die Verleihung des 2. KYOCERA UMWELTPREISES – das Bundeshaus in Bonn, in dem 1949 bis 1999 die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages stattfanden. Selbst der Juryvorsitzende und ehemalige Umweltminister Dr. Klaus Töpfer war ein wenig nostalgisch, denn er hat selbst hier vor langer Zeit gearbeitet. Das Ressort Umwelt, so Töpfer, sei jedoch damals ganz weit hinten gewesen, denn es hatte nur eine geringe Bedeutung. Wir haben bis heute sehr viel erreicht, freute er sich.
Dr. Klaus Töpfer bewies in seiner Laudatio wieder einmal sein rhetorisches Geschick, kombiniert mit sehr viel Leidenschaft für das Thema Umwelt und die „Heros“ in diesem Bereich.
Die Ehrung der innovativen und gleichzeitig marktfähigen Projekte der Gewinner Skysails (1.Platz), Lichtblick (2. Platz) und Groz-Beckert (3.) sowie die beiden Sonderpreisträger Aloys Wobben von Enercon, und Kapser Rorstedt von Henkel, hätten keinen authentischeren Laudator und traditionsreicheren Ort finden können.
Auf den Haute-Couture-Schauen in Paris oder der Berlin Fashion Week gab es eine klare Trendfarbe für den kommenden Sommer: Blau. Was sich so hübsch auf dem Körper tragen lässt, muss aber zuerst einmal hergestellt werden. Und an dieser Stelle kommt der dritte Preisträger unseres KYOCERA-Umweltpreises ins Spiel. Denn die Groz-Beckert KG sorgt als Hersteller von Werkzeugen und Systemteilen für die Textilindustrie dafür, dass die Modeproduktion zukünftig viel grüner wird.
Mit dem Projekt “litespeed” überzeugte das Traditionsunternehmen aus Albstadt die Jury um Prof. Klaus Töpfer. litespeed steht für eine Stricknadel-Neuentwicklung für den Einsatz in Hochleistungs-Rundstrickmaschinen, bei der die Nadelgeometrie optimiert wurde. Das Entwickler-Team reduzierte die Nadelschaftdicke, um so Gewicht einzusparen und die Reibung der Nadel im Nadelkanal zu verringern. Für die Nadelbewegungen wird weniger Energie benötigt, so dass Strom eingespart werden kann und auch der Verschleiß am Nadelfuß deutlich abnimmt.
Das Resultat finde ich beeindruckend: Die elektrische Leistung kann mit litespeed massiv reduziert werden, die CO2-Emissionen sinken somit erheblich. Das ist wirklich eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung, die unseren Standort Deutschland grüner macht. Da kann man sich dann umso mehr über die blaue Sommermode freuen.
Dr. Kühl von der Groz-Beckert KG (links) lauscht der Laudatio von Prof. Klaus Töpfer für Platz 3 des KYOCERA-Umweltpreises
Man sagt, die Schwarmintelligenz erhöhe die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft durch eine zielgerichtete Organisation von Arbeit, von der am Ende des Tages alle Beteiligten profitieren. Was auf den ersten Blick wie eine Theorie aus der Soziologie aussieht, macht sich die LichtBlick AG zu eigen, eine intelligente und effiziente Stromversorgung zu gewährleisten. Für dieses so genannte SchwarmStrom-Konzept wurde die LichtBlick AG und dessen Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Friege jetzt mit dem zweiten Platz beim KYOCERA-Umweltpreis und einer Summe von 30.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet.
Hinter dem SchwarmStrom-Konzept steckt eine Vernetzung vieler kleiner erdgasbetriebener ZuhauseKraftwerke, so dass ein virtuelles Großkraftwerk entsteht. Die Lichtblick AG plant auf der Grundlage von mindestens 100.000 ZuhauseKraftwerken mit einem Bedarf von 40.000 bis 400.000 kWh, eine Erzeugungskapazität von 2.000 Megawatt zu realisieren. Das Besondere daran: aufgrund der Nutzung von Wärme und Strom erreichen erdgasbetriebene Zuhause-Kraftwerke eine mit 92 Prozent zwei- bis dreimal so hohe Energieeffizienz wie Atom- oder Kohlekraftwerke und sparen so gegenüber der herkömmlichen Strom- und Wärmeerzeugung bis zu 60 Prozent Kohlendioxid. Zudem kann mit dieser Technologie der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden, da die felxible Steuerung der Anlagen die schwankende Stromerzeugung durch Wind und Sonne ergänzt.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Schwarm-Strom-Konzept der Lichtblick AG in seinem ersten Pilotprojekt schlägt. In Hamburg sollen ab Sommer 2010 die ersten Kraft-Wärme KopplungsAnlagen dafür installiert werden. Dass Hamburg dadurch noch etwas grüner wird, könnten wir hier in Neuss beinah etwas neidisch beäugen. Aber eigentlich freuen wir uns viel mehr über die Realisierung solch toller Projekte, die nachhaltig die Reduzierung von CO2-Emissionen vorantreiben und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Dr. Christian Friege nimmt den den KYOCERA-Umweltpreis von Prof. Klaus Töpfer entgegen
Wie ich bereits angekündigt hatte, wollen wir hier im KYOCERAblog die Gewinner des diesjährigen KYOCERA-Umwletpreises etwas ausführlicher vorstellen. Anfangen möchte ich mit dem Sieger des KYOCERA-Umweltpreises: Die SkySails GmbH & Co. KG wurde für ihre automatisierten Zugdrachensysteme mit einem Preisgeld von 50.000 Euro ausgezeichnet. Doch was sind eigentlich automatisierte Zugdrachensysteme?
Man muss sich diese automatisierten Zugdrachensysteme wie riesige Segel vorstellen, die als Windantrieb für Frachtschiffe dienen. Doch die Zugdrachensysteme von SkySails haben einen entscheidendem Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Segeln erzeugen sie pro Quadratmeter Fläche das 5- bis 25-fache an Vortriebskraft. Dadurch wird der Betrieb von Frachtschiffen profitabler, sicherer, umweltfreundlicher und unabhängiger von Ölreserven. Man sieht an diesem Gewinnerprojekt, dass umweltfreundliche Technologien sich auch finanziell lohnen können.
Reeder können ihre Wirtschaftlichkeit auf diese Weise erhöhen und gleichzeitig die Umwelt schonen. Denn der Treibstoffverbrauch und entsprechend die Emissionen können im Jahresdurchschnitt um 10 bis 50 Prozent gesenkt werden. Das find ich beachtlich und ist ein würdiges Siegerprojekt für den KYOCERA-Umweltpreis 2010. Ein besonders beeindruckendes Detail noch zum Schluss: ein 160 Quadratmeter großer Zugdrachen ist zusammengefaltet nicht größer als eine Telefonzelle und benötigt an Bord daher wenig Stauraum.
Auch von dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch an den Erfinder, Gründer und Geschäftsführer der SkySails GmbH & Co. KG, Stephan Wrage. Ich wünsch Ihnen und Ihrem Unternehmen immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.
Stephan Wrage freut sich über die Verleihung des KYOCERA-Umweltpreises durch Reinhold Schlierkamp
Die Preisverleihung des KYOCERA-Umweltpreises in Bildern. Von der Veranstaltung im alten Bundestag in Bonn – über die ich bereits hier berichtet habe – gibt es jetzt auch einige Bilder zu sehen. Hier im Blog und natürlich einige mehr auf unserer Flickr-Seite. Mit allen Preisträgern sowie der Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer.
Blick in den Plenarsaal des alten Bundestages während der Verleihung des KYOCERA-Umweltpreises 2010
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