Die Energiewende ist gut für Kyocera
Die letzten Wochen sind spannend. Die Energiepolitik beherrscht die Medien trotz Ehec und EURO-Krise. Hoher Ölpreis, Fukushima, Atomausstieg, politischer Erdrutsch in Deutschland. Wie sieht eine Energieversorgung der Zukunft aus? In Deutschland und weltweit? Was bedeutet das für die Gesellschaft aber auch für Unternehmen wie Kyocera?
Als japanisches Unternehmen ist Kyocera besonders von der Natur- und Atomkatastrophe betroffen. Es wurden zwar keine Mitarbeiter schwer verletzt und keine Produktioneinrichtungen zerstört, dennoch ist man emotional betroffen. Kyocera spürt die Unterschiedlichkeit, mit der beide Länder mit dieser Zäsur umgehen, ganz direkt. Deutschland reagiert stärker auf die sich realisiert habenden Risiken der Atomkraft als Japan und handelt schneller als die meisten Länder weltweit. Das wird sich positiv auszahlen, wenn unsere Gesellschaft dabei gelassen bleibt und nicht an dem sehr deutschen Wunsch scheitert, alles hundertprozentig machen zu wollen.
Sind wir ängstlicher als Franzosen und Briten, romantisch und naiv, weil wir glauben, uns allein mit Erneuerbaren Energien versorgen zu können? Nein, wir sind nur schon einen größeren Teil der Wegstrecke dorthin gegangen. Ein Siebtel unseres Stromes kommt aus erneuerbaren Kraftwerken, die Bürger, Unternehmer, Landwirte und Stadtwerke in den letzten zehn Jahren gebaut haben. Innovation, Mittelstand und Anpacken gehören zu unserem nationalen Selbstverständnis. Vor der dezentral demokratischen Energieerzeugung haben wir in unserem föderalen System weniger Angst als Japaner und Franzosen in ihren zentral und traditionalistisch geprägten Systemen. Die Verbindung zwischen Politik und Atomkonzernen ist bei uns zudem etwas weniger stark ausgeprägt.
Wichtig ist die Entwicklung in den Ländern, die für die Zukunft der Welt wirklich entscheidend sind. China, Indien und Brasilien setzen auf Erneuerbare Energien. Als Schwellenländer werden sie nicht von Beginn an auf die fossil-atomare Option verzichten. Entscheidend wird, welche Schwerpunkte sie in der nächsten Dekade setzen. Einen Erfolg der Erneuerbaren in Deutschland werden sie wahrnehmen.
Jetzt kommt es entscheidend auf die Wirtschaft an, nicht auf die Lobbyisten in den Verbänden, sondern auf Unternehmer und Manager zu setzen. Wer profitiert, wer verliert? Unternehmen wie Bosch, Siemens und Wacker sind schon weit mit dem Umbau in Richtung erneuerbare Energien vorangekommen. Solarworld, Enercon und Nordex sind auf Basis Sonne und Wind ganz neu entstanden. Weitsichtige Mittelständler haben in Richtung Klimaschutz diversifiziert.
Kyocera mit seiner Keramikkompetenz ist für die Energiewende gut aufgestellt. Nicht nur die Solarsparte, die direkt profitiert. Beginnend mit Gründer Inamori spielen Nachhaltigkeit, Umweltorientierung und Innovation bei Kyocera eine zentrale Rolle. Energie sparen und Ressourcen schonen sind gelebte Grundwerte des Unternehmens. Diese Fähigkeiten sind in Zukunft gefragter denn je. Kyocera ist fit für die Energiewende.

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